Im Land D ist es schön ein Pöstchen zu haben, wenn auch ein so ganz kleines, lieber noch ein Größeres…. Ob im Sportverein oder Musikverein, in der Elternvertretung oder Firma, Kirchenvorstand oder noch höher…, das heißt vielleicht sogar im Himmel, wo man doch den eigenen Papst schon im Vatikan hat???
Unsere Elternsprecherin in der Schule S, Klasse B- hat sich wohl Folgendes gedacht: das wäre ganz nett auch mal die Elternsprecherin zu werden. Sie hat sich nicht weiter darüber informiert, welche Rechte und Pflichten sie auf ihre zarte Schulter nimmt.
Elternsprecher, hat sie gedacht, das ist so eine Art Ministerposter in der kleinen Regierung der Klassenlehrerin, auch gerne Klassenleiterin in eigenen Briefen an die Eltern, genannt. Der Ministerposten im Bereich: Eltern über den Unmut der Regierungskoalition und über das falsche Verhalten der Eltern zu informieren, und entsprechende Hinweise in Bezug auf das richtige Verhalten der Eltern seitens der Regierungsseite an die Untertanen, auch Eltern in dieser erfundenen Geschichte genannt, weiterzugeben, hat es der Frau Minister im Amt, gut gefallen. Nun kam es aber zu Pflichtveranstaltungen auf der Schulebene, sowie einer kleinen Revolte seitens der Untertanen. Das hat man als Regierung und Mitglied nicht erwartet.
Der eine Minister meinte, es gibt keinen Grund zu handeln, denn das eigene Kind ist stets zufrieden. Die Frau Minister meinte, man muss schnellstens die Regierungspräsidentin informieren, bevor man als Elternsprecherin eingesetzt wird, und noch was gegen die eigene Regierung sagen muss! Wo man auch noch das Pech hatte, die einzige Zeugin der kleinen Ungerechtigkeiten seitens der Klassenleiterin zu sein.
Tja, ein Pöstchen ist schon sehr stressig, also, wird man sich nächstes Jahr nicht mehr so blauäugig mehr dafür melden. Ein Pöstchen ist nämlich nicht immer zum Sitzen da! Oft wird man ganz schön herumgeschüttelt, erschüttert und überrascht, was man so alles machen muss und nicht kann!
Fast alle Beteiligten hatten viel Stress und viel Spaß!
Was wir auch Ihnen, sehr verehrter Leser nicht vorenthalten möchten!
Fortsetzung folgt bestimmt!
Pöstchen
Ende des Schuljahres: „Nächses Jahr lasse ich mich wieder wählen“, ertönt fröhlich aus dem Munde der Elternklassensprecherin, „das war gar nicht so viel Arbeit…“
Joanna Krupinska Prosa Nö, kein Wunder.