Im Land D herrschen interessante Sitten und Gebräuche. Es gibt Zeiten, sog. schlechte Zeiten, in denen manche Bevölkerungsgruppen nicht besonders beliebt sind. In solchen Zeiten werden solche Menschen durch entsprechende Abzeichen gekennzeichnet, mit großem Enthusiasmus weggefahren und gerne für immer verabschiedet. 60 Jahre später entdeckt man im Land D, dass die Sitten und Bräuche der abgeschafften Volksgruppe sehr interessant waren, insbesondere die, die vor 2000 Jahren auf einem anderen Kontinent gepflegt wurden.
So beschließt die Schulbehörde, oder der Lehrer selbst, dass zu den wichtigsten Themen, die ein Kind im katholischen Religionsunterricht erfahren sollte, die wertvolle Information gehört, dass die Frauen in Afrika (oder in Asien?) vor 2000 Jahren als erstes, gleich nach dem Aufstehen, eine steinerne Handmühle bedient haben. Diese bedeutende Information wird auch im katholischen Religionstest in der 3. Klasse abgefragt, wobei ein besonderer Wert darauf gelegt wird, dass die Kinder das Wort: „steinern“ nicht vergessen. Auch „Bar Mizwa“ gehört zu einem Grundwissen aus dem Bereich „katholische Religion“ für 8 bis 9 – Jährige. Die katholischen Kinder brauchen keine Informationen über die 10 Gebote und deren Aussage, die wurden in der Grundschule gar nicht erörtert. Die steinerne Handmühle und „Bar Mizwa“ ersetzen die 10 Gebote viel sinnvoller.
Ganz besonders wichtig ist im katholischen Religionsunterricht auch die Information, dass sich die Familien vor 2000 Jahren insbesondere über die Geburt eines Jungen freuten. Auch dieses Wissen wird bei den kleinen Jungen und Mädchen im Test abgefragt. Die Mädchen sollen wohl schon von klein an Bescheid wissen, was richtige Freude in der Familie ist.
Wer diese grundlegenden Informationen aus dem katholischen Unterricht durcheinander gebracht oder vergessen hat, sollte vielleicht den Glauben für einige Zeit lang wechseln, bevor er sich zum katholischen Unterricht an der Schule im Land D anmeldet.