Immer wieder fragt sich eine Sängerin, die ich im Radio höre: „Wovon sollen wir träumen?“
Sie singt, sie sei mittendrin, gibt sich allem hin, schläft zu lang, kriegt es nicht hin und fühlt sich beschissen und findet niemanden, der sie interessiert. Sie erkennt sich nicht in den Schaufensterscheiben, entdeckt nichts, was ihr gefällt, denn sie will die schönsten Kleider und die stärksten Männer. Klar!
Sie fragt sich, wovon wir noch träumen sollen, wenn man das alles, was man so braucht, nicht findet: nämlich nur das Beste, das Stärkste und das Schönste!
Wie man selbst so ist, beschreibt sie nicht, womöglich: unbeschreiblich.
Die Sängerin lässt sich treiben durch die Clubs der Stadt und durch fremde Hände, sie schreibt, dass sie und ihre Freunde wohl zu viel trinken und ein sinnloses und zielloses Spiel spielen…
Sie wiederholt mehrmals, dass sie nicht weiß, wovon sie träumen soll. Na dann müsste sie eigentlich wunschlos glücklich sein. Ist sie wohl eher nicht, denn das Lied ist voll von Frust und Unlust darüber, dass man das, was man will, nicht findet. Und das scheint, der einzige Sinn des Lebens zu sein.
Dieses sinnlose Lied hört man sich mehrmals täglich im Radio an. Ein Lied, das dekadent, gedankenlos und inhaltslos ist, und dennoch zum Mitsingen anregt…
Wie wäre es, mal darüber nachzudenken, was man tun könnte, wenn man eigentlich schon alles hat und die Zeit mit sinnlosem Herumtreiben verplempert?
Wie wäre es, mal einem Schwachen zu helfen, anstatt nach dem Stärksten zu suchen? Das Beste mal zu teilen, anstatt nur noch was Besseres finden wollen und nicht können, denn hier ist schon alles am besten!
Die Sängerin meint, ihr oder unser Leben sei ein Spiel ohne Ziel und redet das allen Zuhörern ein.
Nein, mit der Einstellung erreicht sie (und ihres gleichen) ein Ziel: alles Weitere – bitte in der Bibel nachlesen.